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Ironman World Championship Hawaii 2011

 

Ironman Hawaii –das Rennen- entstanden aus einer Schnapsidee, als sich ein paar sportverrückte Marineoffiziere Ende der Siebziger Jahre nicht einigen konnten, welcher Ausdauersportler der Härteste ist. Es gab damals auf Hawaii jährlich drei voneinander unabhängige Ausdauerwettkämpfe, dem 2.4 Meilen (3.86km) Rough Water Swim von Waikiki, dem 112 Meilen (180.2km) Around Ohahu Bike Race und dem 26 Meilen (42.195km) Marathon von Honolulu. Die Idee war dann, einfach alle drei Disziplinen an einem Stück nacheinander durchzuführen.

Der Ironman war geboren.

Einmal auf Hawaii beim legendären Ironman zu starten, gilt als Traum für nahezu jeden Triathleten. In der Tat ist das Flair einzigartig, das Klima extrem, die Organisation perfekt und die Stimmung gigantisch.

In diesem Jahr galt es nach der Quali in Südafrika im April (s. Bericht) nunmehr diesen Traum zu erfüllen.

 

Als talentfreier Schwimmer und obendrein auch noch bei Neoverbot, da der Pazifik mit 26°C die Grenze deutlich überschreitet, stellt sich für mich die Frage nach der härtesten Disziplin nicht. Zum Glück ist der Zielschluss beim Schwimmen mit 2:20h recht großzügig und habe nach 1:55:51h noch genügend Zeit in der Wechselzone und mein schon recht einsam da stehendes Rad ist auch gleich gefunden.

Der berüchtigte Mumuku Wind mit zum Teil sehr kräftigen und tückischen Böen soll angeblich letztes Jahr noch heftiger geblasen haben, er hat aber immer noch ausgereicht um eine mir entgegenkommende Radlerin vom Rad zu holen. Also eine Ecke vorsichtiger, Hände am Lenker lassen, ständig treten und den Bock stabil halten.

Nach 6:01h auf dem Rad, endlich meine liebste Disziplin, der Marathon. Die Sonne stand jetzt nicht mehr ganz so hoch. Das letzte Stück bei Sonnenuntergang am Meer entlang zu laufen, einfach klasse. Da vergisst man auch mal für einige Zeit, dass dies ein Wettkampf ist und so wurden es statt der angestrebten sub 4h eben 4:09h für den Marathon. Aber das primäre Ziel, Ankommen, Finishen auf Hawaii war nach 12:21:56h erreicht. Bei noch vollem Bewusstsein und frenetischem Beifall von den Zuschauerrängen, die übrigens bis zum Zielschluss um Mitternacht prall gefüllt sind, ertönt aus dem Lautsprecher plötzlich mein Name: „Klaus Dussler from Germany“ und „You are an Ironman“. Einfach irre.

 

Klaus Dußler

Quelle Bilder: FinisherPix

Erstellt in: Triathlon
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